Archiv der Kategorie 'review'

fanzine: TRUST #195/02

TRUST 195/02
Die gute alte Tante TRUST macht wie bisher weiter. Zuerst die Kolumnen, die mal politisch mal sehr privat daherkommen. Dann die NEws, die Dates, etwas Werbung.
Das klingt jetzt ein bisschen konservativ, doch sind die Bands die präsentiert werden einfach immer wieder für eine Überraschung gut.
Diesmal fetzt das Interview mit GAUGE AWAY. Haben mich dann auch musikalisch mit ihrem Post-Hardcorebrett überzeugt!
Schade über das Ende vom MAXIMUM ROCKNROLL. Ein guter Artikel zum Ausverkauf der Konzertbranche. Von CTS Evtnim über FPK Scorpio zu den Größten der Branche WME, CAA… wem das nichts sagt, möge den Artikel von Manfred Tari lesen. Popmusikwirtschaftsexperte. www.pop100.com
Die üblichen, kalsse geschossenen Fotos und die wirklich lesbaren Reviews runden diese Ausgabe ab.

fanzine: HUMAN PARASIT #17

HUMAN PARASIT #17
Bäppi war schwer beschäftigt mit einem Umzug, der Geburt seines ersten Kindes und der neuen Ausgabe.
Und die ist echt super geworden. Gratulation, all diese Dinge auf die Ketten zu kriegen, wo doch die meisten in der Ecke sitzen und sich fast nicht rühren.
Auf prallen 92 Seiten bekommt man in diesem A5er einiges geboten. Einzige merkbare Veränderung ist, daß er keine Tapes mehr überspielen mag und der Sampler „nur“ noch bei bandcamp zu holen ist. Downloadcode beigelegt! Wer es trotzdem analog haben will: Gewinnspiel mitmachen!

Es gibt jede Menge kurzweilige Stories von beispielsweise Falk Fatal „Durst ist schlimmer als Heimweh“. Ein kurzes Essay von Mika Reckinnen zur SPD. News, kurze Erlebnisberichte und und und…. natürlich Interviews. Mit TRASHGEFLÜSTER und PISSCHARGE. Viel Privates vom Bauernhof und den Monaten der Schwangerschaft.
Da steckt ordentlich Leben drin!
Jetzt aber genug aufgezählt, holt euch das Papier.
das gibt es bei mir. Hab ein paar Exemplare für den Bauchladen.
und auch woanders!
humanparasit@web.de

fanzine: OX #143

OX #143
Wie immer eine äußerst umfangreiche Ausgabe. Wenn ich das Heft von vorne anfange, habe ich inzwischen den Eindruck, als würden die „Standardrubriken“ wie die News, Various Artists, Kochen ohne Knochen, Dafür/Dagegen, etc. soviele Seiten ausmachen wie in meiner GQ die Werbung bevor der erste Artikel oder das erste Interview kommt. Haha!
Von hinten gelesen aber (fast) genauso. Immer superausfühlriche und viele Genreübergreifende Reviews von LPs bis zu Tapes.
Diesmal fand ich superspannend den Artikel zu GRAUZONE, einer schweizer Kombo, die durch ihre Single „Eisbär“ hierzulande mega bekannt wurden. Das erste Album war dann auch schon sehr elektronisch. Neulich habe ich bei dem schönen Label WSDP eine GRAUZONE Live-Scheibe erstanden. Die Band hat definitiv mehr mit damaligem Post-Punk zu tun gehabt, als ich mir hätte erträumen lassen.
Nun….
Ansonsten suuuuperviele Interviews bspw mit der neuen Band um Jens Rachut MAULGRUPPE. Türlich auch total bekannte Bands. ROGERS oder so. Ist aber das, was mich am wenigsten reizt, dieses Heft nun schon über viele Jahre zu lesen und abonniert zu haben.
Apropos:
Das OX hat sein 30 (!!!) Jähriges! Sie wollen versuchen die Abozahlen noch etwas in die Höhe zu treiben, denn mit 3000 Abonennten lässt sich wohl auch in weiterer Zukunft diese Magazin rausbringen und steht auf finanziell guten Beinen.
Lets go:
OX
oder gleich so: abo@ox-fanzine.de

fanzine: KÜMMELGROLLER #5

kümmelgroller #5
Die Ausgabe 5 flattert rein und ich bekomme ein klassisches Punk-A5er-Fanzine geliefert.
Ich finde, daß das DIY-Kollektiv hier ein schönes Blättchen abgeliefert hat.
Es wird vor allem herrlich chaotisch einige Artikel und Interviews zum Lesen kredenzt aber auch was fürs Auge von PFFF.
Ein Bericht über ein verfallenes Haus. Ein cooles Interview mit einem musikalisch sehr umtriebigen Macher des Kümmelgrollers, der diesmal aber außer seinem Interview, nicht mitgewirkt hat. Steffen Bähr heisst der Mann.
Doch daran merkt man auch schon das Manko am Heft: vieles wird nicht wirklich begründet, erklärt oder ausgeführt. Ich habe ein paar Zusammenhänge echt nicht verstanden.
Im Grunde macht das ja nix. Kurzweilige Unterhaltung mit Geschichten über tote Mäuse und Alkoholkonsum. Ein paar Reviews anderer Printzines.
Cooles Interview auch mit Jenny die beim LYRICS Liedermacher-Sampler dabei ist.
100% DIY. so geht das!

Zu haben bei riskmag@web.de

review: PIEFKE – menschenmühle LP

piefke - menschenmühle
PIEFKE ist eine Band aus dem äußerst musikalischen Leipzig. Kann man gut daran sehen, daß die einzelnen Bandmitglieder in schon so einigen Bands gespielt haben (MöPED, Forgotten Sportbags, the flaming rocks und SickSinus). Sie haben sich erst 2017 gegründet, eine EP rausgehauen und nun kommt schon das Album. Falls ihr denkt, daß sei nun schlampig dahingerotzt, aux contraire!, die Band beherrscht ihr Instrumente und auch noch das Songwriting.
Erinnert mich gesanglich an eine Mischung an (und jetzt kommen nicht „die üblichen Verdächtigen“ sondern Bands, die ich kenne und schätze:) KUBALLA und SENOR KAROSHI. Musikalisch wird ähnlich der Notgemeinschaft Peter Pan viel Bass gespielt. Es gibt auch lärmigere Momente die mich aktuell ein wenig an EsWarMord erinnern. Apropos: auch das schöne inside/out-Cover erinnert an die Band aus Berlin. Textlich Klare Kante antifaschitisch und positioniert. Manchmal sehr auf 0/8/15-Klischeejobs und Montagsdystopien. Gegen Nazis, Kapitalisten, Bullen und Kackjobs.
Insgesamt also geil nach vorne gespielte Deutschpunk mit klasse Ecken und Kanten; das Rad wird allerdings auch nicht neu erfunden.
Es ist ein bunter Strauß abwechslungsreicher Songs.
Cool.

Ist raus auf Bakraufarfitia.
Ich würde sagen: eine echt passende Band auf dem Dortmunder/bErliner Majorlabel ;-)