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buch: FALK FATAL – im sarg ist man wenigstens allein

FALK FATAL - im sarg ist man wenigstens allein
in der Edition SUBKULTUR ist ein Kurzgeschichtenband vom Sänger der Punkband FRONT, Falk Fatal, seineszeichens Podcaster, Tunichtgut und eben auch Autor des „gestreckten Mittelfinger“-Fanzines. Nun diesen Bandes von 19 Kurzgeschichten.
Die meisten sind im erwähnten Fanzine erschienen, aber auch einige im HUMAN PARASIT oder im Begleitbuch zur „diene der party“-LP von PASCOW.

Die Stories glänzen meist durch absurde Wendungen die, wenn man schon mal auf einer öden WG-Party war, ganz sicher so oder so ähnlich nicht stattgefunden haben.
Ein Ausflug zum Film und der Enttäuschung über die Fiktion, wo man doch selbst so real ist. Eine Regenschirm-Geschichte, ein paar finden in Gerdis Biertempel statt und Aufklärungsarbeit in Sachen Hansa-Pils.

Ich sag mal: analoges Lesen ist mit diesem Buch absolut gerechtfertigt.
Kaufen!

fanzine: PFF_ZINE #1&2

PFF-zine #1&2
Herr Magenbitter hat seine ersten beiden Ausgaben neu aufgelegt und zwar als eine Ausgabe.
Im Vorwort beschreibt er selbst gut, was ihn umtreibt: die Ausgaben sind vergriffen, deswegen eine neue Auflage.
Das ist sehr humorig, teilweise etwas Spätpubertär.
„24 Stunden“ handelt vom Verliebtsein in eine Mercherin. „Fehlstart“ ist ne astreine „schools-out“-Story und zum Schluß gibts noch nen recht flachen Witz zum Thema „was punkrock ist“.
Alles in allem kurzweilig und ganz lustig.

Lasst ihm mal n Like da, holt euch die eine oder andere Ausgabe!

fanzine: ZEITSCHRIFFFT #7

zeitschriffft

neulich aufm EA80 Konzert traf ich Joi vom Label licht-ung. Und mit ihm trifft man dann jemanden der sehr interessiert ist in alles, was Krach macht. Oder sagen wir: Geräusche.
Auch mit Buchstaben sucht er eher das Außergewöhnliche.
So nahm ich das einzig noch gebliebene Exemplar der ZEITSCHRIFFFT mit und freute mich über einen Neuerwerb etwas Außergewöhnlichem.
Hier könnt ihr die Künstlernamen erfahren.
Im Heft viel schöne Fotos, einige Gedichte, Texte dazu. Hochglanz auf Karton.

Fein!
Ich feier das jetzt noch.

review: ZIK ZAK – egal

ZIK ZAK
Habe neulich ein paar Platten von NOISE MASSACRE zugeschickt bekommen.
Die verblichenen BIERDOSEN FREUNDE und auch HELMUT COOL und ZYSTEM tummeln sich dort. Und auch die mir noch unbekannten ZIKZAK. Laut Label „for friends of: Reiz, Cold Kids & Hysterese“ finde mich gar nicht wieder in dieser Beschreibung.
Ganz anderer Sound.
Und ich werd auch nicht warm nach dem dritten Durchhören der Scheibe. Die übrigens ganz hübsch geworden ist. Inside/out Cover. Aber auch hier… ich versteh das Artwork nicht.
Die Lyrics sind angepisst und enden immer betrunken an der Theke. Das kann man schon mal machen, ja. Die Musik präsentiert sich verdammt gut gespielt und gemischt und klingt verkopft, ist sie aber gar nicht.
Mir geht das ab und an seeehr eingängige Songwriting auf die Nieren.
Dann lieber alleine saufen. Im Stillen.
Sorry.

review: KAPTAIN KAIZEN – alles und nichts LP

KAPTAIN KAIZEN - alles und nichts
Was kommt denn hier reingeflattert?
Ein Lygo-Staat-Klon? Irgendwas Schräges mit Punk im Namen, der Beschreibung?
Das Cover sind namenlose Bäume und „alles und nichts“ der Titel.
Wohl eher nichts….
Versprühen ab dem ersten Ton eine spröde Stimmung wie die Bundesstrasse die sich in den 1980ern verrusst durch deine Kleinstadt schlängelte.
Ich hatte hier schon den Erstling „einatmen, ausatmen“ besprochen. Von damals noch heute (wieder) zutreffend

Es geht ums Leben, es geht um Menschen, es geht um den Irrsinn zwischen 2 schiefen Harmonien.

Sofort bat ich sie um zwei Songs für den Sampler.
Nun, jetzt also das neue Werk. Die Lyrics werden nicht mehr ganz so angepisst rausgeschrieen, wabern hinter einer Hallfahne. Umso deutlicher die Aussagen, die zutreffen. Wie in „es gibt immer was zu tun“.
Sie haben in der Zwischenzeit der beiden Alben einen anderen Weg für sich eingeschlagen, ohne sich groß zu verändern. Nach ein paar Mal hören; und das sollte man tun, denn das hier ist alles und nichts, was man einfach mal so laufen lassen kann; merkt man die Ähnlichkeiten in den Songs auf diesem Album. Der Aufbau, der sich ähnelt, Intro, Gitarre weg, Gesang an, geile Bridges, die die Songstruktur aufbrechen und manchmal neu struktuieren. Die Band hat mehr den Drive der jungen Tage. Aber auch die Spielwut einer erfahrenen Band.
Lieblingssong, schön noisig, der meiner Meinung nach der Band am besten steht: „deal vor gericht“.
Und wer mehr über alles und nichts wissen möchte: in der kommenden Printausgabe gibts ein spannendes Interview mit der Band.
gibts von / bei THIS CHARMING MAN