Archiv für Dezember 2018

immer wollt ihr Hitlisten und Jahresrückblicke.

Boah ey.
Welches Fanzine bringt die Liste nicht?
Oder macht online ne Umfrage: „was war das geilste Festival“ „welche Band hat die krasseste Platte dieses Jahr“ „wer hat den Echo gesprengt“?
Klar, letztes Jahr hatte ich auch eine.
Und im Grunde ist sie immer noch gültig.
EA80 sind einfach klasse.
KLOTZS haben mich dieses Jahr live wieder komplett umgehauen.
KRANK sind wahnsinnig nervig, aber geil.
KRAWEHL haben ne feine EP raus (über die ich noch gar nichts erzählt habe)…

klar, ein, zwei coole neue Scheiben sind schon dazu gekommen
NOTGEMEINSCHAFT PETER PAN
HERR PAULSEN UND DAS ZEITPROBLEM
NO°RD
FRONT (hier im video noch zu fünft…. videos von ihnen sind schwer zu finden!)
um nur ein paar zu nennen. (klick = video)

Ein Paar coole Neuentdeckungen im Printbereich, wie das GERMAN COMPLIMENT oder das FE_MALE Focus, BROT-Fanzine, MINOR AT HEART.
Superklasse Labels, die alten Kram aufwendig auf Vinyl zu einer Ersteerscheinung verhelfen.
WSDP (NDW-Kram)
HÖRSTURZ / SCHEIBENKLAR (DeutschPunk)
SICKSUCK (och Punk)

Zum Abschluß aber (genug Punk jetze) ein in der Fachpresse hochgelobtes Werk von einer Band, die genauso alt ist wie meine.
Wir haben tatsächlich mal gemeinsam in einem Proberaum begonnen. Zuerst gab es HÜNERSÜPPCHEN und NECROPHAGIST - wenn ich so drüber nachdenke: was für eine Mischung….
danach, 2002 gründeten sich pADDELNoHNEkANU aus den Trümmern der Suppenhüner und einige Ex-Mitglieder von Necrophagist gründeten DEADBORN.
Und die haben ihren dritten Longplayer raus der, passend zu Weihnachten, den gestreckten Mittelfinger in den Himmel reckt:
DOGMA ANTI GOD.
wer nur mal 4min57 in die todesmetalmaschine lauschen möchte:

In diesem Sinne.
Frohes 2019.

fanzine: OX #141

OX #141
Ich mag kurz ein paar Worte verlieren, bevor ich euch zum Kiosk schicke, warum sich diese Ausgabe (mal wieder) lohnt!
Den Schreibern im OX fällt immer wieder etwas Neues ein, bleiben sich aber auch manchmal zu „konservativ“ treu.
Gleich am Anfang gibt es einen klasse Beitrag von Kalle Stille „die Stimme der Vernunft“ über nervtötende Konzertbesucher. Über die Frage Pro/Contra „wer braucht noch Alben“ hin zu einem Punk-Wimmelbild! Wie geil ist das denn?!?!
Nächstes Mal bitte als Poster im Abo, ja?
Übrigens Abo: dieses Jahr waren einige Flexi-Scheiben als Beilage. Nur im Abo enthalten?
Jedenfalls eine sehr alte Idee wiederbelebt. Find ich geil.

die von „this means war“ hat nicht aufs Foto gepasst, haha!
Klasse Interview über die Entstehung des Covers der kommenden Scheibe von PASCOW (Titelbild). Einmal mit PASCOW und einmal mit den Fotografen selbst „visual attack“ (keinen link gefunden….) Schnell mal aufs neue Video geklickt!

Jetzt aber: ab zum Kiosk und selbst lesen!

review: PISSE – live bootleg

pisse - live bootleg 7inch
mir reichts. hab echt die faxen dicke.
ja, es ist neid.
wie kriegen die das hin?
DREI releases in einem Jahr!
ist doch klar, das bottleg ist doch absicht. die wollten, wie im letzten review erwähnt, wie auf kassette klingen. ham sie hiermit geschafft.
auch noch aufgenommen im „star-club“. ich lach mich kaputt. wusste das publikum, das sie aufgenommen wurden, oder weswegen johlen die so laut nach jedem song?

wer noch eine der raren, bei discogs nicht verkaufbaren, 7inches bekommt: frohe weihnachten.

und hier noch ein auf der single befindliches stück. live.
klingt aufm handy echt bessa.

review: SCHELM – ein bisschen mehr LP

SCHELM - ein bisschen mehr LP

Die Band aus der Schweiz hat sich schon vor einiger Zeit mit ihrem ersten Split- Release mit „die braunen raketen“ hierher verirrt. Dann auch ne kleine Story und ein paar Songs in der Ausgabe #4.
Ein absolutes Muss also, diese Platte mit einigen Umdrehungen zu belohnen.

Sofort merkt man, daß die Herren sich super arrangiert haben. Der Sound ist viel besser. Ihr Zusammenspiel, kleine Zahnräder aus gegeneinanderspielenden, sich ergänzenden Gitarren, einer super Rhythmussekiton, passt harmonisch ineinander. Sehr angenehmes Artwork. Texte als Einleger dabei!
Zwischen Alltagsmelancholie und zwischenmenschlicher Trotzigkeit schwelgend. Sehnsucht. Verträumte Blicke aus dem Fenster.
Die Musik des SCHELMs hat alles, was EmoPostIndiPunk braucht. Vor allem Druck und Attitüde!
Wer hier aktuell auf HERR PAULSEN UND DAS ZEITPROBLEM steht: auschecken.
Aber auch eine gewisse Wehmut an die tollen GRIZOU kommt auf. Bei so einigen Songs blitzt die, ich nehme an nicht bewusst gesetzte, Ähnlichkeit mit dem Gesang Andrès raus. Oder das Songwriting. Cool.
Einzig wird mir die Wehmut, die sich dann in leicht balladesken Songs wiederfindet, ein wenig zu viel auf die ganze Spielzeit. Da mag ich dann doch mehr den Rotz in der Punkmusik ;-)
Deswegen Anspieltipp:
Schallalala“ (klick = video) und „nein sagt schon sollen wir“

Erschienen bei SPORTKLUB ROTTER DAMM
Live demnächst in der Schweiz:
24.01. Innsbruck
25.01. Linz
26.01. Graz

review: PISSE / PERKY TITS split 10inch

PISSE / PERKY TITS 10inch
Erst im April kam diese 10 Inch raus…. also VOR der bereits hier besprochenen 7inch „hornhaut ist der beste handschuh“. Mir kommt es vor, als säße ich in nem Rückwärtsautomat
Zuerscht muss ich den Bepper kaputt mache, um an selle Pladde zu komme. (das ist badisch ;-) ) Schad drum.
Ich hab zuerst die falsche Seite aufgelegt. Mir schallt Krach entgegen. So wie ich ihn letztes mal auf dem übergroßartigen „Paranoia in der Strassebahn“ -Sampler aus den 80er gehört habe. So wie „scheiß penne“ von den CORONERS. Zum, scheinbar, musikalischen Unvermögen einen Beat komplett durchzuziehen, denn die Enden der Songs brechen auch einfach ab, gesellt sich noch so ein nöliger Gesang. Eben wie bei den CORONERS oder der Johnny von den SEX PISTOLS. Das Sample zu laut… Alter. So Dinger hatte ich früher immer vom Markes auf nem Mixtape.
Ich kann PERKY TITS leider nichts abgewinnen. Vermute mal, die 10inch soll dem geneigten Hörer auch mal „was Neues“ näherbringen.
Mir Sausen die Ohren. Ich mach n Kreuz auf die Platte, damit ich die beiden Seiten, die jeweils ein schwarzes Label haben, unterscheiden kann.

Endlich also meine Lieblingsband. PISSE.
Die undurchschaubarste Band in BRD. Und ick habe schläschte Laune.
Dann kommen die mit diesem RAZZIA-Coversong um die Ecke. So auf Elektro gemacht. Boah. Ich frage mich, ob die Seite nicht in 45rpm abgespielt werden sollte. Schalte um, und siehe da! Ne. Auch nicht.
Also wieder 33rpm. Boah nervt der Track. Sowas für ne ganz schlechte Tanzparty in einem verranzten Berliner Kellerclub 1992. Ich war da mal. Kann mich aber nicht erinnern.

Danach wird dann losgeschrammelt. Was mich heute aber auch nicht mehr erheitern kann.
Die Tracks sind gut. Im Grunde passen sie mit denen von PERKY TITS zusammen. Heute wird geschrammelt und gepunkt. 1,2,3,4. Das ganze mit Orgel und Theremin. Spooky und komplett abgefahren. DER Soundtrack zum Untergang. „Langeweile die sie dir als Spaß verkaufen“. In irgendeinem ihrer seltsamen Interviews haben sie ja gestanden, daß sie mit Brezel Göring aufnehmen und klingen wollen „wie auf Kassette“. Da sollten sie dann mal bei den PERKY TITS ins Nachsitzen. Das können die besser!
Im Grunde kann man sich ja aus jedem Pisse-Song einen Satz nehmen und auf ein Shirt drucken. Man hat auf jeden Fall Dauerspaß mit seinen Mitmenschen. Geil!

Die neue 7inch ist aber wesentlich geiler!

Wie immer: phantom records.
bestellen noch bspw bei ELFENART

PS: Ich hatte viel Spaß beim schrieben. Ironie ist auch eine Metaebene.