Archiv für Februar 2016

review: YUPPICIDE – revenge regret repeat LP

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Ich hab mir die Scheibe im Vorfeld bei nem kleinen italienischen Label bestellt. Und damit sich das hohe Porto lohnt noch ne Trashmetalscheibe von „HOBOS“. Aber zur YUPPICIDE:
Ganz in Echt ist das ja schon 20 Jahre her, daß ich sie das letzte Mal live gesehen habe. Ein legendäres Konzert mit ELISION und RADICAL DEVELOPMENT im IrishPub in Karlsruhe.
Die Bands waren so spät dran, daß der VEranstalter um 0 Uhr das Licht anschaltete und die P.A. aus. YUPPICIDE spielten trotzdem weiter. Der Gesang wurde als einziges nicht verstärkt und so übernahm das Publikum. Gei-el!
Für mich waren sie übergroßartige Helden der Jugend. Die erste Scheibe „s/t“ noch voller punkiger Riffs und trotz der direkten Texte von Sänger Jesse immer recht freundlich. Mit den beiden folgenden Scheiben „shinebox“ und „dead man walking“ änderte sich das nach und nach. Es wurde härter und trotzdem klarer. Weniger Distortion mehr Beats. Abgefahrene Bassläufe. Und weiterhin die direkten Texte. Politisch, anklagend, zweifelnd.
Und als dann die Ankündigung kam, daß sie wieder auf Tour gehen sollten, auch in Deutschland, wollte ich hin. Ich hab’s dann, wie so oft, seit ich dem Kapitalismus durch Arbeit einen Gefallen tue, nicht geschafft….. Ich glaube, in Schwäbisch Gmünd haben sie dann gespielt.
Nun zur Platte:
YUPPICIDE haben sich nicht neu erfunden. Jesse ist immer noch aus einem Haufen Hardcoresängern rauszuhören. Der Sound der Band wurde allerdings dem neuen Jahrtausend angepasst. Wieder mehr Distortion. Und auch mehr Anleihen der etwas metalligeren Vertretern des Hardcores. Sie sind immer noch auch klar in NewYorkCity zu verorten. Pogo wechselt sich Moshparts. Und die Moshparts sind eindeutig YUPPICIDE! Texte zwischen Sozialkritik und Wut über herrschende Systeme. Zweifel am Menschen und seinen Zweifeln.
Das Album ist echt straight gespielt. Refrains zum mitgröhlen. Sauguter Sound.
So richtig springt der Funke nicht über. So wie damals. In den Alles-oder-Nichts-Zeiten, haha! Bin aber sehr froh, daß sie beispielsweise nicht noisiger geworden sind.
Geradeaus. YUPPICIDE.
Nach 20 Jahren machen sie den Jungspunds mit ihrem Nerdcore ganz schön was vor.
Listen!
zu haben bei: flight13, green hell

review: AUßER ICH – Punkmonium LP

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Boah. Endlich schaffe ich diesen Review. Keine Ahnung, warum das soooo lange dauert manchmal.
Dennis schickte mir die Scheibe schon im Januar zu. Ach so, ist ja doch noch nicht so lange her.
Tatatataaaa:

Hier nun AUßER ICH aus Siegen.
Ich mach das an und so mir nichts dir nicht knallt mir da eine fette Distortionwand entgegen.
Ich finde, daß das selten geworden ist, in diesen dunklen Tagen.
Da noch unterstützend, sozusagen, sich an diesen Lärm zu wagen.
Textlich ist das recht treffsicher und man nimmt kein Blatt vor den Mund.
Auch ein schönes Video zu „Cellophan“ macht die Sache rund.
Eine Ankündigung besagt, daß man sich dies Jahr an ein neues Album wagt.
Ich bin dabei, ich bleib am Ball.
Beim nächsten Review gibt es dann den Wortschwall!

review: HOW I LEFT – sniffing glue with frank sinatra

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Hier ist mal etwas anderes reingeflattert und zaubert nun ein wenig Sonnenschein ins Zimmer. Ach so, das ist die Sonne. Die kommt heute endlich mal durch!
Was die zwei, Jule und Muuf da machen, finde ich ziemlich klasse. Man hört in jedem Song die Sehnsucht, die Freude das zu spielen und zum Ausdruck zu bringen. Mich erinnert es desöfteren an alte Cure-Sachen. Den Ausdruck in der Stimme kennt man von Robert Smith. Und wenn der Gesang mal aufhört, ist Platz für ein paar Töne aus einem sehnsüchtigen Tasteninstrument.
Hört doch einfach mal durch. Oder kauft euch die kommende Ausgabe von der Postille, da gibt’s was auf die Ohren!
Und wenn ihr schon dabei seid, geht auf eins ihrer Konzerte – oder ladet sie zu euch nach Hause ein!

am 30.04. im Airpark / 11.05. Rastatt Schnick Schnack… einfach mal bei FB nachgucken

review: BUZZ RODEO – sports LP

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Der noisige 3er aus Stuttgart überraschte mich.
Ich fand sie plötzlich in den Untiefen des Internets.
Krach, fiel die Scheibe auf meinen Plattenteller.
Alle Drei sind keine Unbekannten in der Szene. Alle schon mal in ner Band gespielt.
Es ist erstmal recht noisig, wie es auch versprochen wurde.
Zwischen all den kratzigen, schrabbigen Gitarren- und Bassriffs finden sich zarte Blüten der Melodie.
Und das ist alles in allem total klasse.
Macht echt Spaß den 30 Minuten Spielzeit einen weiteren Durchlauf zu geben.
Artwork ist außergewöhnlich, da auf jedes Plattencover eine Medallie geklebt wurde, mit verschiedenen Motiven (meine sind die Spielkarten).
Aus Baden nach Schwaben also Daumen hoch!
Die Herren gehen grad ohnehin richtig steil.
Ende März eine Tour durch Frankreich und eine 2te Auflage ihrer Platte gibt es auch schon.

Zusammenfassung:
Hier kaufen!

review: BEN RACKEN – IIIeinhalb (LP)

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Bei den ersten Tönen fällt mir direkt schon positiv auf, daß das Songwriting, der Sound, das ganze Zusammenspiel immer immer geiler wird.
Die Jungs haben die Noise und die gelegenliche Sperrigkeit gegen Gitarreneffektspielereien eingetauscht und machen ihre Sache superklasse! Dabei nie die schrägen, typischen BenRacken Halbtonattacken zu verlieren. Das Artwork ist an den letzten Release III angelehnt. Sehr stilvoll gemacht!
Hach, wie ich das mag! Den Hauptanteil an den Texten hat diesmal Nico, der Bassist gehabt. Auch die sind nah dran, an dem, was momentan den klar denkenden Menschen umtreibt.
Ich kann extrem empfehlen, euch diese Scheibe zu besorgen!
Die Band hat sich in den letzten Jahren eine treue Fangemeinde und Freundschaften aufgebaut. Ivo von Enrico, mit denen sie schon eine Split 7″ gemacht haben hat aus „lampedusa“ noch eine HardcoreSchrammelversion gemacht. BEN RACKEN selbst covern L.S.K., eine Band, die auf MOONRecords rausgekommen ist.
Oder gleich mal Live in unserer Provinz:
18.03. im Artcanrobert mit FREIBURG, KLOTZS, pADDELNoHNEkANU und KRASSER FAHRSTIL