review: NOTGEMEINSCHAFT PETER PAN – Dirigenten.Dompteure.Diktatoren LP

arglgargl
Ich hab vergessen die Platte zu fotografieren…. habe heute also leider kein Foto………

Spontan hatte ich das Vergnügen mit meiner Band pADDELNoHNEkANU in Zweibrücken mit der Notgemeinschaft die Bühne zu rumpeln!
Neulich hatte ich noch das tolle Interview im GestrecktenMittelfinger gelesen. War dann auch letztendlich der Grund, die neue Scheibe zu kaufen und Kontakt aufzunehmen.

Als erstes erinnert mich der Sound und vor allem der Inhalt der Texte an ein paar andere Hamburger von KOTZEN. Klar, das kann auch an den wenig gereimten Texten liegen. Es geht darum, etwas zu erzählen. Es geht darum etwas zu sagen. Und sagen und reden tun die Jungs gerne, wenn man ihre Tourberichte liest. Ganz großartige, bis ins Detail ausgefeilte Kleinode partysüchtiger Punkrocker. Und ihr wollt zu alt dafür sein: NIEMALS! glaube ich das. Dafür habt ihr echt eine Menge Spaß, an dem, was ihr macht!
Nicht nur inhaltslose Popmusik vor neunköpfige Applausmonster zu werfen und ihnen beim Konsum zuzugucken.
Liebevoll gestaltete Cover, Logos und natürlich auch die Musik.

Wir trafen am Abend fast gleichzeitig in Zweibrücken vor dem Hobbitkeller ein und schüttelten uns noch auf dem Trottoire die Hände. Ori, Stemen (jetzt mit einem oder 2 „m“? ich entdeckte auf Journallienrecherche unterschiedliche Schreibweisen) und Mario, macht 3.
Dachte, ich hätte 4 auf der Platte gelesen. Jaaaaa, da beginnt sie, die journalistische Arbeit. Verdammt. Das wollte ich doch gar nicht. Es hilft aber ungemein Fettnapffragen zu umschiffen.
„Wieso seid denn ihr nur zu dritt da?“ „Unser Sänger Stibbe hat uns nach den Aufnahmen zur Platte leider verlassen.“
Schwusch. Slippery when wet.
Dafür lerne ich (türlich auch meine lieben Bandkollegen) Inga kennen, die sehr nette Begleitung vom Drummer.
Die verbliebenen 3 scheinen den Weggang mental gut weggesteckt zu haben. Da haben wir ja dann auch schon eine Gemeinsamkeit: unser Philipp ist ja auch gegangen. Hat sich ein halbes Jahr Zeit gelassen, aber dann….
Zur Sache mit der Platte! Denn den ausführlichen Tourbericht könnt ihr auf dem Facebookprofil der NPP lesen.
Der Sänger der Platte hat eine markante rauchige Stimme und ich vermisse sie nach den ersten 2, 3 Songs überhaupt nicht. Stemen und Mario teilen sich den Gesang und spielen ein knackiges, lautes und schnelles Set. Zwischen Gekreische und Pogoparts fehlt mir nur noch die Bierdusche. Allein trau ich mich aber nicht. Das wäre Verschwendung.
Außerdem dusche ich aufgrund des hohen Punkrockalters das ich erreicht habe nur noch mit Sprudel. Das schütteln der Flasche ist einfach ein großer Spaß vorneweg.
Viele Songs der Scheibe sind auf der Setlist und mich erinnert Stemen in manchen Momenten an Nagel von MUFF POTTER. Manchmal aber auch an eine Kreissäge.
Ein Glück klingen sie in ihren besten Momenten nach NOTGEMEINSCHAFT PETER PAN!
Mit jedem Song, den das Vinyl die Nadel weiter nach innen befördert, entdecke ich immer wieder überraschende Wendungen in den Songs.
Meine Hits sind ganz klar der „Zonk“ mit dem Nagel-Gesang und der „und so spielt er diese Melodie seit Jahren vor sich hin“ Zeile.
Auch „Monster“ kann mich überzeugen. Schon allein wegen des irre ausufernden Textes und der mehr als 6 Minuten Spielzeit.
Ich mag ihren Humor.
Es Ernst zu meinen, aber nicht jede Sekunde mit dem Zeigefinger drauf zu zeigen und sich selbst zu ernst zu nehmen. Eine Aufforderung zum Glücklichsein.
MONOTON FM ist was für alle die ihre Fäuste in die Luft werfen, Pogotanzen UND gleichzeitig ins Mikrofon des Sängers gröhlen wollen.
Schön.

Zusammengenommen eine tolle Liveband mit einem super Album im Gepäck.
Wer auf etwas sperrigen, dafür heiseren, schnellen und überraschenden Punkrock steht, sollte sich das Album holen!
Zum Abschluß noch zum reingucken das Video zum Track „Partyhut“.
Wir zerstört man sein in stundenlanger Kleinarbeit aufgebautes Spielset:
PARTYHUT

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email
  • Google Bookmarks
  • MySpace
  • Reddit
  • Tumblr