review: PFFF Zine #3

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Wer kennt sie nicht, die Penisnase?
Nein? Noch nicht gehört?
Ich hatte mir das kleine Büchlein, glaube ich, mal über AldiPunk zukommen lassen. Dem kleinen Distro von E-Aldi. (der hat ne neue Internetadresse und die Nr. 3 des PFFF auch im Mailorder!)
Nun zum Werke von Herrn Magenbitter!
Ihr habt, wenn ihr die Penisnase nicht kennt, sicher eins seiner Comics/Cover mal gesehen. Beispielsweise auf ner OX-Sampler CD….
Das PFFF ist nun sowas wie die Essenz des erfahrenen Comiczeichners.
Ich finde es witzig, manchmal doof witzig und manchmal superwitzig. Halt Punkerhumor. Kurz über der Gürtellinie, meistens darunter!
Kurzweilig und immer wieder ein Lacher dabei!
Ne super, wie sich das für ein gutes Fanzine gehört, Klolektüre!
Mir fehlen hier keine Interviews oder sonstwas, obwohl, halt mal, so ein Interview in Comicform, das ist doch mal ne Idee?
Jedenfalls: ihr müsst es nicht in Papierform kaufen. Ihr könnt es auch runterladen als PDF für euren Readerdings.
Viel Spaß!

interview / review: THE SWINGKID FANZINE #5

mal was anderes, mal was Neues!
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Gunter, den Macher des SWINGKID FANZINEs habe ich vor einer Weile online kennengelernt! (FB)
Ich glaube, ich hatte auch schon mal eine der älteren Ausgaben in der Hand. Auf der einen Seite schade, daß das Heft so selten rauskommt, auf der anderen Seite tut das all den Bands und Stories gut. Deshalb kann ich mich vor Freude auch kaum zurückhalten!
Die Bands sind aus den verschiedensten Ecken der Welt, mit den unterschiedlichsten Ansichten und Gründen, ihre (Punk)Musik zu machen. Marocco, Sri Lanka, Mexico und Kuwait; um nur einige zu nennen! Beigelegt ist eine CD mit der Musik der Bands. 2 Aufkleber, die in jedem Heft verschieden sind.
Interviews, Stories, Bildergeschichten, ein Kreuzworträtsel, alles in Farbe, da kann einem nicht langweilig werden!
Da dachte ich statt Werbung in Form eines Reviews zu machen, mache ich euch durch ein kurzes Interview mit Gunter vielleicht sogar ein wenig neugieriger!
Das Heft bekommt ihr über die FB-Seite oder bei mir (PN).
Moin Gunter!
Erzähl erstmal was das SWINGKID ist und wie lange Du für die aktuelle Ausgabe #5 gebraucht hast!

Moin Felix, das „Swingkid Fanzine“ ist ein Heft mit dem Anspruch ein globales, unabhängiges Fanzine für Musik und soziale Themen zu sein. Es gibt einige Aspekte, die mehr oder weniger stark ausgeprägt sind: Das irgendwie nicht zum Mainstream gehören, der Versuch es tatsächlich global zugänglich zu machen, die Suche nach Neuem und Kreativem, die Ablehnung von kommerziellen Aspekten, Humor. Ausgangspunkt ist immer wieder Punk.

Ich habe an der letzten Ausgabe etwa neun Monate gearbeitet, allerdings ist der Vertrieb, der sich immer etwas hinzieht, nicht mit einberechnet.

Machst Du das Heft allein?

Ja und Nein. Ja, weil ich alles plane, durchführe, suche, bezahle, etc. und nein, weil die Antworten für Interviews und die Kolumnen von anderen geschrieben bzw. zur Verfügung gestellt werden.

Was hast dich dazu bewegt, dein Heft als, nennen wir es Paper-on-demand, rauszubringen?

Paper-on-demand ist es eher nicht, es gibt 108 Exemplare in Papierform und die Möglichkeit, sich das Heft herunterzuladen. Sollte es einen größeren Bedarf geben, kann ich natürlich nachdrucken, aber dafür müsste das Angebot dann so gut sein, dass es wenigstens die Kosten trägt.

Du machst ein sehr internationales Fanzine, wie findest du Kontakt zu all den Bands aus Marocco, Uruguay, Vietnam – bist du viel unterwegs?

Nein, Reisen geht leider nicht häufig, obwohl ich drei weitere Reisen unternommen habe. Der überwiegende Teil ist Internetrecherche – und ich bin natürlich schon ein paar Jahre dabei und habe entsprechende Platten und Erfahrungen.

Was war der bislang am schwierigsten herzustellende Kontakt?

Generell gilt: Alle Kontakte sind schwierig. Vom Zeitaufwand muss man sich das so vorstellen: Aus ein bis zwei Stunden Internetrecherche entspringt eine Band, die man hören kann.

Es gelten bei mir folgende Kriterien: Die Band beherrscht ihre Instrumente, es gibt hörbaren Gesang, eine gewisse Eigenständigkeit und Kreativität ist vorhanden, es wird kein rechter/radikaler Müll verbreitet.
Von den gefunden Bands ist etwa die Hälfte noch aktiv. Von diesen Bands antwortet etwa ein Drittel. Ich frage entweder an, ob die Band/das Projekt ein Interview geben oder einen Song beisteuern will. Jetzt beginnt der frustrierende Teil: Ich verschicke eine Erklärung, was das Swingkid-Fanzine ist und Fragen. Jetzt heißt es warten. Normalerweise verliere ich etwa die Hälfte der Kontakte – die Bands haben zwar zugestimmt, aber dann wird der Kontakt einfach abgebrochen. Das kann sehr frustrierend sein, bei der jetzigen Ausgabe hatte ich gleich am Anfang drei Abbrüche. Oft reichen schon kleinste Fehler, z.B. das man nach einer „normalen“ E-Mail fragt, etc. Es kommt eigentlich nie vor, dass es Rückfragen oder Erklärungen gibt, sodass man dann einfach dasitzt, noch einige Male hinterherschreibt und es dann sein lässt. Bei den übrigen Bands hat man dann noch die Arbeit, mehrfach nach Bildern bzw. Songs für die beiliegende CD zu fragen. Ein großes Problem ist es oft auch, noch einmal nachträglich Fragen zu schicken, da diese unter Umständen nicht beantwortet werden. Und dann verschickt man die fertige Ausgabe – und nur etwas mehr als die Hälfte der Bands meldet sich noch einmal. Insgesamt also ist es eine sehr schwierige Angelegenheit, die viel Zeit in Anspruch nimmt. Letztlich ist es aber auch wiederum gut: Am Ende bleiben herausragende Projekte übrig!

Welche Highlights bekommen denn die Leser in Ausgabe #5 unter die Augen?

Zuerst einmal gibt es eine großartige CD als Beilage mit vielen, vielen Highlights. Bei den 10 interviewten Bands/Projekten möchte ich keine/s herausheben. Ich bin optisch mit dem Heft zufrieden, weil es eine deutliche Weiterentwicklung ist gegenüber der #4. Es gibt jede Menge kurzweilige Sachen: Ich habe versucht, es keine Bleiwüste werden zu lassen. Ich finde die Idee mit Briefmarken zu arbeiten großartig. Und es gibt Aufkleber. Ansonsten: 80 Seiten in englischer Sprache mit Bands von Orten, von denen du noch nie etwas gehört hast. Ein Heft, dass am Ende seinen Weg in mindestens 30 Länder gefunden hat. Ein Heft, das man nicht am Zeitungsstand findet, sondern das man suchen muss.

review: OIRO – nur ein Augenblick (digital)

Ich rede da gar nicht lange rum, zitiere den Taxt, der auch auf Bandcamp/Homepage steht.
Ziemlich klasse, daß die Jungs von OIRO das gemacht haben, ich habe bei ersten Hören direkt ne Gänsehaut bekommen. Die beiden Afghanen Hamid und Saijad singen wirklich klasse! Ein Track ist von OIRO, einer von den beiden Flüchtlingen!
Hut ab! Super Sache!
In einem anderen Threat hatte ich schon die Videos besprochen, die OIRO gerade vermehrt in den Äther schicken! Unbedingt anschauen!

ASYLPOLITIK UND JUNGE GEFLÜCHTETE

OIRO in Gemeinschaftsproduktion mit Hamid und Saijad aus Afghanistan

OIRO veröffentlichten digital die Songs „Nur ein Augenblick“ und „Seltsames Gefühl“!

Die Songs entstanden gemeinsam mit unseren Freunden Hamid und Saijad, geflüchtet aus dem Kriegsgebiet in Afghanistan. Geduldet warten sie auf ihren achtzehnten Geburtstag und die Abschiebung in ihr sicheres Herkunftsland.

OIRO unterstützt damit das Projekt „future me – no border“ und betrachtet die Veröffentlichung als Position gegen die restriktive Asylpolitik Europas.

Für eine Welt ohne Grenzen!

review: HASS AUF ALLES EP (randomdirtshop)

Mutti, ich hab da was im Internett entdeckt!
Finde ich total gut und brauche Taschengeld, denn:
hier gibt es richtig gute Mucke UND was zum anziehen!
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Erstmal entdeckte ich HASS AUF ALLES. Man ist das plump, dachte ich mir, das kann ja nur Deutschpunk sein. Oder sowas.
Es ist: oder sowas.
Laut, schnell, ins Gesicht, auf die zwölf, pissed, female fronted, und es gibt es auf MC.
Erste ist ausverkauft (verdammt.) Zeite EP hat viel weniger Lieder, ist aber genauso gut.
Musikalisch ist das keine generationen umwälzende Erneuerung, textlich liegen HASS AUF ALLES aber ziemlich klar auf meiner Schiene. Wie ich aus diesem Satz wieder rauskomme, weiß ich auch nicht; ich mach halt mal nen Punkt.
Ich habe zuerst in die #2 reingehört. Mit dem Sample aus „absolute giganten“ hat mich die Band sofort gefangen!
Es geht sofort auf 180 los und ich denk so: „alter, ist das angepisst, die meinen das total ernst“ Ein Glück ist das Leben etwas, was man mit einem zwinkernden Auge betrachten kann und bei der Textzeile:

„keine sorge mir geht es gut
auch wenn ich nicht so ausseh
ich brauche keinen schmuck
ich trag nur augenringe“

Komme ich nicht umhin, mich zu freuen.
Und bei jedem weiteren Song feiere ich die Band mehr. Super!

Ich rolle mich so durch die Seite und entdecke Links (finde ich total gut, daß die Dinger nicht ‚Rights‘ heißen)
Einer schickt mich zu randomdirt.de!
Es gibt MC’s von HASS AUF ALLES und Shirts und Prints und noch ne Band. Die heisst „…is dodleijk“ Was immer das heissen mag. Aber das Logo mit dem Totenkopf ist super. Und die Mucke ist Trashpunk, der die bayerische Bierkultur auf die Strasse kippt. Es geht ums squattern, den täglichen Menschen in seiner grauen Welt.
Das ganze ist in Zusammenarbeit mit KINK Records entstanden und auch käuflich zu erwerben.
Außerdem noch Videos zu den Bands und anderen Projekten.

Schöner DIY Laden mit allem, was man für nen schmalen und fairen Taler erwerben kann!
RANDOMDIRT

news: VIDEOCLIPS Tom Mess / DoGtrack / Schelm / Minutes From Memory

Kurzer Abriss aus dem gelebten Voyeurismus über, in und um Karlsruhe im sozialen Netzwerk:
TOM MESS hat eine neue Platte aufgenommen „forget everything (and rock)“
Die Band steht ihm gut. Die Stimme, nach dem einen Song, der gerade hochgeladen wurde, zu urteilen: die Reibeisenstimme ist mit etwas mehr Lässigkeit versehen!
Findet die Postille gut und wünscht sich informiert zu werden, wenn die Scheibe rauskommt (und das wird wohl September) – damit ihr informiert seid!
„get away“ feat. Perry O‘Parson

Etwas härter geht es bei DOGTRACK zu, einer HC Band aus Karlsruhe, die im Sept 2016 ihre 7inch (review folgt) „DoG life & DoG love“ rausgebracht haben.
Hier gibt’s nun ein neues Video zum Song „friss oder stirb“
Startet mit einem Zitat aus „matrix“. Viel Brücke, viel Graffiti, ordentliche Packung metallischen Hardcore. Ich find’s super, daß das in deutsch gesungen ist und so eine klare Message hat!
Zur Abwechslung mal ein echter Bringer!

Apropos Abwechslung!
Die indipunkenden SCHELM aus Basel haben auf ihrer Tour im März einige Bilder eingefangen, die in ein optisch recht ruhiges Video gepackt haben „Feuerwerk“
Freundschaft wird hier groß geschrieben! Von der aktuellen Split 10inch mit „die braunen raketen“

Und zum Schluß noch MINUTES FROM MEMORY mit ihrem neuen Clip zu einem neuen Song, der nicht auf der EP „start from the beginning“ drauf ist (Interview im aktuellen Heft! No.4 )
„shelter“



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